30.07.2010 08:43 | Calvörde-Zentrum | Finanzen + Immobilien | Sonstiges | Sachsen-Anhalt | Ohrekreis | Calvörde, Flecken
Fördermittel für "Spetzenpieper" sind da
Ohne Geldkoffer, aber mit einem Bewilligungsbescheid für Fördermittel zum Ersatzneubau der Kindertagesstätte "Spetzenpieper" in Wegenstedt ist gestern Beate Bröcker, Staatssekretärin im Sozialministerium, angereist. Die 925 000 Euro teure Maßnahme wird mit 741 000 Euro gefördert. Noch 2010 soll der Rohbau und 2011 das Gebäude fertig sein.
Calvörde-Wegenstedt. "Heute wird gefeiert, gesungen und gelacht bis die Schwarte kracht", sangen gestern die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Spetzenpieper" und tanzten vergnügt vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Anlass der Freude war, dass Beate Bröcker (SPD), Staatssekretärin im Sozialministerium Sachsen-Anhalt, einen Förderbescheid zur Errichtung des Ersatzneubaus für die Kindertagesstätte mitgebracht hatte.
Ende September oder Anfang Oktober sollen die Arbeiten am Ersatzneubau, der sich in direkter Nachbarschaft zur Schule befindet, beginnen. Der Rohbau soll 2010 fertig werden, und 2011 soll das Vorhaben realisiert sein.
"Heute ist ein ganz besonderer Tag für die Gemeinde Calvörde und insbesondere für den Ortsteil Wegenstedt. Mit dem Ersatzneubau geht ein langersehnter Wunsch in Erfüllung", freute sich auch Volkmar Schliephake, Bürgermeister der Gemeinde Calvörde. Er begrüßte zuerst die Staatssekretärin und meinte schmunzelnd: "Frau Bröcker, es ist schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Sie sollten viel häufiger zu uns kommen und vor allem in so einer Mission wie heute."
Zu den Gästen gehörten neben den Landtagsabgeordneten Rita Mittendorf (SPD) und Ralf Geisthardt (CDU) und einige Ratsmitglieder der Gemeinde Calvörde sowie Vertreter der Verwaltung und des Planungsbüros. Die Hauptakteure waren natürlich die Kinder, die mit den Erzieherinnen ein kleines Programm aufführten.
"Die Kleinen von heute werden die Großen von morgen sein. Wir sind gut beraten, in die Zukunft zu investieren", sagte Schliephake und betonte: "Ohne Fördermittel ist dieses Projekt für uns nicht möglich." Die Staatssekretärin schilderte den Weg der Antragstellung: "2007 wurde mit einem demografischen Check geprüft, ob die Kindereinrichtung auch langfristig Bestand hat. Diesen Test hat Wegenstedt mit seiner Einrichtung bravourös bestanden." Beate Bröcker betonte, dass Bildung in Räumen stattfinden muss, in denen sich die Kinder wohlfühlen und wo man eine Atmosphäre hat, die der Bildung förderlich ist. "Und auch die Erzieherinnen müssen gute Arbeitsbedingungen haben. Das wird jetzt durch den Neubau gelingen", meinte die Staatssekretärin und ergänzte: "Dieses Ensemble – Kita und Schule im Grünen – bietet optimale Bedingungen."
Die bewilligte Fördersumme setzt sich aus 563 000 Euro aus dem EU-Fonds und 178 000 Euro aus dem Krippenausbauprogramm des Bundes zusammen. Insgesamt 925 000 Euro beträgt die Gesamtinvestition.
Grüße vom Börde-Landrat Thomas Webel sowie vom Jugendamtsleiter Hans-Joachim Jakobi und seinem Team überbrachte Joachim Hoeft, Dezernent in der Landkreisverwaltung. Hoeft hob die Hart- näckigkeit von Gerhard Reinecke, dem ehemaligen Bürgermeister von Wegenstedt und dem jetzigen Ratsmitglied der neuen Gremien in der Mitglieds- und in der Verbandsgemeinde, hervor. Reinecke und sein einstiger Gemeinderat hatten immer wieder nach Wegen zur Realisierung des Bauvorhabens gesucht.
"Was lange währt, wird gut", sagte Reinecke und ergänzte: "Dieses neue Haus ist eine Hülle. Entscheidend dabei ist, dass diese Hülle in einer schönen Atmosphäre und mit der richtigen Chemie mit Leben erfüllt wird. Und dafür sind Marlies Lippert, die Leiterin der Tagesstätte, und ihr aktives Team ein unheimlich guter Beleg."
Betreut werden sollen im neuen Domizil 15 Kinder im Alter bis zu drei Jahren sowie 50 Mädchen und Jungen ab drei Jahre bis zum Schulbeginn und dann weiter im Hort bis zum Ende des vierten Schuljahres.
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