02.12.2008 19:08 | netservice | Wissenschaft | Wissenschaft
In den Medien lief ein Kurzbericht über einen Japaner, den man als Genie bezeichnet und der ein "Roboter-Baby" gebaut hat das strampelt, lallt und die Augen bewegt. Die technische Leistung mag man wohl anerkennen, jedoch ist ein strampelnder Haufen Metallteile unter einer
Kunststoffdecke noch lange kein Mensch, auch wenn uns der Maschinenmensch mehr und mehr nahe gebracht werden soll. Im Vordergrund aller Entwicklungen sollte der Nutzen für das Gesamte stehen. Einen Nutzen haben solche Entwicklungen kaum. Man befriedigt höchstens das Ego einiger Leute. Solche Marionetten können noch so perfekt gestaltet sein, sie werden niemals beseelt sein. Das traurige daran aber ist, dass Tausende von Menschen solche Materialschöpfungen in äußerster Verzückung bestaunen, sich aber eiskalt am täglichen Elend der lebendigen Geschöpfe Gottes vorbeistehlen und diese noch zumeist verachten. Gott würde sich sicher freuen, wenn er sehen könnte das man seine perfekten Geschöpfe, die Menschen aus Fleisch und Blut, nicht millionenfach ins soziale Abseits drängt, sondern erkennt das jeder Mensch ein Anrecht auf alles auf diesem Planeten hat und dieses Rechts nicht nur denen zugemessen wird, die es sich aneignen.
Was sagte einst der weise Cicero:
"Einem anderen etwas wegzunehmen und als Mensch auf Kosten seiner Mitmenschen den eigenen Vorteil zu vergrößern, widerspricht der Natur mehr als Tod, Armut und Schmerz, mehr als alles andere, was dem Körper oder den äußeren Verhältnissen widerfahren kann. Denn es zerstört von Grund auf das menschliche Zusammenleben und jegliche
Gemeinschaft." /1/
In diesem Sinne: Frohes Fest!
/1/ vgl. Braselmann, W.: Die Weisheit wächst wie ein Baum, Verlag Herder, Freiburg 1991, S. 123
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