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15.02.2010 18:50 | Calvörde-Zentrum | Wissenschaft | Wussten sie schon... ? | Sachsen-Anhalt | Ohrekreis | Calvörde, Flecken

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Dankeschönveranstaltung in Wegenstedt (Calvörde)



Bild 1 Goldener Hirsch für Gisela Bache

Zum ersten Mal ist es eine Frau, die die Auszeichnung " Hirsch von Wegenstedt " bekommen hat. Gisela Bache wurde für ihr Engagement für die Senioren des Dorfes mit der Medaille geehrt. Nach den Festreden gab es ein Dankeschönessen für die engagierten Wegenstedter und ihre Gäste.

Calvörde-Wegenstedt. Bei der traditionellen Jahresauftaktveranstaltung bedankte sich Gerhard Reinecke, ehemaliger Bürgermeister von Wegenstedt und Vorsitzender des neugegründeten Bürger- und Heimatvereins, bei engagierten Bewohnern der Gemeinde. " Denken Sie nur nicht, dass ich meinen rechten Arm in der Jackentasche behalte, weil das cool aussehen soll. Nein, ich bin heute Abend auf dem vereisten Weg zum Bürgerhaus gestürzt ", sagte Reinecke und bat um Verständnis, dass er die Begrüßung und später die Auszeichnungen mit links machte. " Über Traditionen soll man nicht nur reden oder schreiben, sondern man soll sie pflegen und leben ", sagte Reinecke und hieß Vertreter der Vereine, der Kirche, der Verwaltung und Institutionen der Gemeinde sowie Freunde aus Politik und Wirtschaft willkommen. Als Ehrengast begrüßte Reinecke den neugewählten Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Calvörde, Volkmar Schliephake. Ganz besonders begrüßte er die glorreichen " Hirsche " der vergangenen Jahre.
" Ich bin heute sehr gern nach Wegenstedt gekommen. Nicht nur weil der Weg von Grauingen nach Wegenstedt nicht so weit ist, sondern weil ich den Wunsch habe, dass wir die Traditionen in den Dörfern erhalten ", sagte Schliephake und ergänzte : " Diese Dankeschönveranstaltung ist ein schöner Teil der Geschichte von Wegenstedt. " Schliephake appellierte, nach vorn zu schauen und die neue Gemeindestruktur mit Leben zu erfüllen.

Die Spannung stieg, denn noch vor dem großen Festessen galt es den " Hirsch von Wegenstedt " zu küren. Vertreter von Vereinen und des Gemeinderates haben engagierte Wegenstedter nominiert. In einer geheimen Wahl wurde klar entschieden, dass Gisela Bache diese Ehrung erhalten soll. " Gisela Bache engagiert sich im Rahmen der Volkssolidarität im Besonderen für die Senioren des Dorfes ", lobte Reinecke das Wirken der 75-Jährigen. " Ich kümmere mich nicht allein um die älteren Herrschaften, sondern wir sind ein Team ", betonte die gebürtige Wegenstedterin, die sichtlich überrascht war und sich nun mit der Medaille und der goldenen Nadel schmücken darf.


" 2009 war das Mammutwahljahr – nicht nur für Wegenstedt ", blickte der Ex-Bürgermeister zurück und dankte im Besonderen Ewald Koch und seinem Wahlhelferteam.

" Bei der Umsetzung der Gemeindegebietsreform hat es Reibungspunkte gegeben. Ursprünglich wollten wir die Einheitsgemeide. Calvörde hat sich für die Verbandsgemeinde entschieden. Und da war es für uns gar keine Frage, dass wir uns mit unserem Nachbarn positionieren ", zog Reinecke Bilanz und berichtete, dass zwei Wegenstedter im Verbandsgemeinderat und drei im Mitgliedsgemeinderat Calvörde vertreten sind.


Unter der Überschrift " Wegenstedt, wie es lacht und lebt " erinnerte Reinecke an die geplanten Vorhaben. " Wir hatten Fördermittel für die Turnhalle und die Grundsanierung der Schule beantragt. Es ist uns leider nicht gelungen. Wir sind bei der Vergabe der Fördermittel nicht berücksichtigt worden ", bedauerte er und blickte voraus : " Aber vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Die Schule liegt jetzt in den Händen der Verbandsgemeinde. " Bei den Fördermitteln für die Kindertagesstätte gebe es zwar auch noch keinen Beischeid, aber die Information, dass der Ort in die Förderung mit einbezogen sei. " Wir arbeiten noch daran, die Grundlagen für die Verwendung des Fördermittelbescheides zu erfüllen ", sagte Reinecke und ergänzte : " Wenn diese kleinen Auflagen erfüllt sind, mag es gelingen, dass wir eine nagelneue Kindertagesstätte bauen. "

Als Höhepunkt zählte der Vereinsvorsitzende die Einweihung der restaurierten Kirchenorgel im August 2009 auf. Einen Arbeitseinsatz gab es auf dem Friedhof. Ein Dankeschön ging an alle Beteiligten. Zu den Ergebnissen des Jahres zählte Reinecke auch die Initiative gegen die Windenergieanlagen. " Der Gemeinderat hat über Jahre hinweg viel Energie aufgewandt, um diese Anlage nicht entstehen zu lassen. Die Klage der Gemeinde Wegenstedt gegen die Anlagen ist abgewiesen worden, aber es gibt weitere Initiativen auf dieser Schiene ", fasste Reinecke zusammen. Mit dem Blick in die Zukunft sei gerade das engagierte Ehrenamt in der neuen Gemeinde überaus wichtig.




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